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Spielzeughaus Stein am Rhein

Spielzeughaus

Im Alten Zeughaus Stein am Rhein, einem Bau aus dem frühen 17. Jh., wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 das "Spielzeughaus" eröffnet: ein Spielzeugmuseum, das die Kulturgeschichte und die ganze Fülle des europäischen Kinderspielzeugs aus der Zeit von 1750 bis 1920 zeigt.

Das neue Museum vereinigt die beiden privaten Sammlungen von Claudia und Christian Depuoz sowie von Alfred R. Sulzer.

Im Spielzeughaus Stein am Rhein ist ein Kompetenzzentrum mit Ausstrahlung in den ganzen deutschsprachigen Raum geplant. Ein Rundgang durch die Spielwelten früherer Epochen, thematische Wechselausstellungen und eine umfangreiche Dokumentation sollen dem Publikum die kulturelle und pädagogische Vielfalt des historischen Spielzeugs erschliessen.

Im Museumskonzept vorgesehen sind eine Erfrischungsecke, ein Spielraum für Kinder, ein Museumsshop, eine Handbibliothek sowie ein Mehrzweckraum.

Links: www.spielzeugmuseum.ch und www.zinnfigurenantike.ch

Was bisher geschah:

08.07.2007
Der Einwohnerrat von Stein am Rhein beschliesst einstimmig die Abgabe des Alten Zeughauses von Stein am Rhein im Baurecht an die Jakob und Emma Windler-Stiftung zwecks Einrichtung eines Spielzeugmuseums.

14.09.2007
Unterzeichnung des Baurechtvertrages. 

15.09.2007
Auf der neu renovierten Burg Hohenklingen ob Stein am Rhein sind bereits Objekte aus den beiden Sammlungen ausgestellt.

05.02.2008
Der Stiftungsrat hat entschieden, das Architekturbüro Dalucas Partner Zürich mit der Renovation des Zeughauses Stein am Rhein bzw. mit dem Projekt Spielzeughaus zu betrauen. Das Baumanagement liegt bei der Conarenco AG Zürich.

04.03.2008
Der Stadtpräsident von Zürich erklärt die Bereitschaft, dem Spielzeughaus Stein am Rhein die berühmte Puppensammlung von Sasha Morgenthaler als Dauerleihgabe zu überlassen.

02.04.2008
Der Stiftungsrat wählt Mathias Ernst (1970) zum Direktor des künftigen Spielzeughauses. Ernst studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Göttingen, Konstanz und Zürich. Er stammt aus einer "Spielzeugfamilie", die das Norddeutsche Spielzeugmuseum Soltau ins Leben gerufen hat. Die Sammlung wurde 2005 in eine Stiftung eingebracht, deren ehrenamtlicher Direktor Ernst seither ist. Am 1. Oktober 2008 wird er die neue Arbeitstätigkeit vollamtlich aufnehmen. Seine Familie wird ihren Wohnsitz nach Stein am Rhein verlegen.

Anfang November 2008
Die späteren Einbauten im Zeughaus wurden demontiert und im Einklang mit der Denkmalpflege wird der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.

1. Dezember 2008
Die Baueingabe wird der Bauverwaltung Stein am Rhein übergeben. Die Planung sieht den Baubeginn im Frühjahr 2009 vor. Es wird mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren gerechnet. Im Anschluss findet der Aufbau der Ausstellung statt. 

5. Januar 2009
Die Jakob und Emma Windler Stiftung schliesst mit der Prof. Dr. Robert Gnehm-Stiftung einen Baurechtsvertrag über die Garagen nördlich des Zeughauses ab. Vorgesehen sind die Räumlichkeiten für die Infrastruktur und die Haustechnik des Spielzeughauses. Nun erfolgt durch die Stadt die öffentliche Ausschreibung des Baugesuches (Publikation). 

7. April 2009
Der Kanton Schaffhausen erteilt der Jakob und Emma Windler Stiftung die Baubewilligung für den Umbau und die Umnutzung des "Zeughauses" in ein Museum "Spielzeughaus" am Chirchhofplatz 15 sowie den Einbau von technischen Räumen für das Museum in der sog. Falkeschüür am Chirchhofplatz 13.

31. Oktober 2009
Der Stiftungsrat der Jakob und Emma Windler-Stiftung hat das Projekt Umbau des Zeughauses in ein Spielzeugmuseum durch eine Expertengruppe unter der Leitung von Professor W. Leimgruber von der Universität Basel überprüfen lassen. Gestützt auf dieses Gutachten hat sich der Stiftungsrat entschlossen, die Planungsarbeiten zu unterbrechen. Dies ist notwendig, weil die klimatischen Verhältnisse des Gebäudes sowie die Schwingungen in den Böden nur mit grossem baulichen und finanziellen Aufwand den Anforderungen an ein Museum zu genügen vermögen. Auch mit dem Einbezug der Gnehm-Garagen können nicht alle räumlichen Anforderungen abgedeckt werden. Platz für Sonderausstellungen, Bibliothek, Werkstatt etc. müsste demzufolge in einer weiteren Liegenschaft gefunden werden.
Zusammen mit den Experten wird der Stiftungsrat das Projekt überdenken und nach Lösungen suchen, welche den Zielsetzungen der Leihgeber und der Stiftung entsprechen und den finanziell vertretbaren Betrieb des Spielzeughauses auf längere Sicht sicherstellen. Die Verzögerung der Planungsarbeiten hat dazu geführt, dass der Projektleiter Mathias Ernst eine neue Herausforderung angenommen hat.

17. Februar 2010
Franz Hostettmann, Stadtpräsident  von Stein am Rhein, präferiert gegenüber den Schaffhauser Nachrichten als Alternative zum Standort Zeughaus  das „Zunfthaus zur Rose“.  Dieses Haus an der Oberstadt habe den Vorteil, dass man finanziell günstiger  fahre. Die 20 Millionen Franken, mit denen man bei der Windler-Stiftung rechne, dürften hier reichen. Für das geplante Kompetenzzentrum biete das „Haus  zur Rose“  zudem  ausreichend Platz. Die Stiftung hat beim Eigentümer Charles Balsiger eine Kaufoption für die Dauer eines Jahres  errichtet. Sollten aufgrund der neuerlichen Abklärungen durch Experten  im Zeughaus die statische, heiztechnische und räumliche Problematik  nicht befriedigend gelöst werden können, müsse man nicht wieder bei Null anfangen, sondern könne sich voll auf das „Zunfthaus zur Rose“ konzentrieren.  Die Empfehlung der Experten wird Ende Mai 2010 erwartet. Der Stadtpräsident äussert sich sodann optimistisch, dass das Projekt Spielzeughaus in zweieinhalb Jahren fertiggestellt ist.

Diese Chronologie wird laufend ergänzt