Sanierung Rathaus, Haus zum Steinbock und Zeughaus
Im Herzen von Stein am Rhein wird die Verwaltung durch die Sanierung und den Umbau des historischen Rathauses und des angrenzenden Hauses zum Steinbock sowie die Gesamtsanierung des Zeughauses zukunftsfähig ausgebaut. Ziel des Projekts ist es, der Verwaltung moderne und angemessene Arbeitsräume zu bieten, während gleichzeitig die historischen Gebäude, darunter das unter Bundesschutz stehende Rathaus, denkmalgerecht saniert und langfristig erhalten werden.
Das Projekt stellt aufgrund der besonderen historischen Bausubstanz, der konstruktiven Gegebenheiten sowie der Herausforderungen bei der Erschliessung und Belichtung eine komplexe Aufgabe dar. Die Verwaltung muss auf der bestehenden Raumstruktur untergebracht werden, was eine präzise Planung erfordert. Aus diesem Grund wurde bei der Auswahl des Planerteams besonderer Wert auf die Eignung und Erfahrung gelegt.
Renomiertes Planerteam
Im Rahmen eines selektiven Planerwahlverfahrens nach SIA 144 konnte das Architekturbüro Aebi & Vincent aus Bern als Generalplaner gewonnen werden. Das Büro hat sich in den letzten Jahrzehnten mit herausragenden Umbauten und Sanierungen in der Schweiz einen Namen gemacht.
Projektfortschritt
Im Sommer 2024 wurde mit dem ersten Planungsschritt – der Konsolidierungsphase nach SIA 21 – begonnen, die Ende 2024 abgeschlossen wurde. Im Zuge dieses ersten Planungsschritts wurden bereits umfassende Planungsergebnisse im Bereich Architektur sowie auch grundlegende Konzepte im Bereich der Baukonstruktion und Gebäudetechnik erarbeitet. Es wurde auch bereits eine Grobkostenschätzung sowie ein Terminprogramm für den weiteren Projektverlauf erstellt.
Parallel dazu werden die Nutzeranforderungen in drei Bereichen vertieft bearbeitet: die Raumanforderungen der zukünftigen Verwaltung, der Umgang mit den historischen Räumen und die Ansiedlung der Schaffhauser Polizei im Zeughaus.
Finanzierung und Kosten
Die Gesamtinvestitionskosten wurden im Vorfeld des Planerwahlverfahrens auf 22 Millionen Franken geschätzt. Die Finanzierung des Projekts erfolgt grösstenteils durch Beiträge der Jakob und Emma Windler-Stiftung sowie Fördermittel der kantonalen Denkmalpflege und des Bundesamts für Kultur, ergänzt durch einen Beitrag der Einwohnergemeinde Stein am Rhein.
Projektzeitplan
| Termin |
Meilenstein |
| März 2026 |
Volksentscheid für Verpflichtungskredit/Einreichung des Baugesuchs |
| Frühjahr 2027 |
Baubeginn |
| Sommer 2029 |
Fertigstellung und Inbetriebnahme |
Geplante Nutzung
Im Rahmen der Planung erarbeitet das Planerteam zusammen mit der Auftraggeberschaft, der Denkmalpflege und Fachplanern derzeit Szenarien zur Anordnung der einzelnen Nutzungen in den Gebäuden. Voraussichtlich wird das Rathaus und das Haus zum Steinbock vor allem für Verwaltungszwecke genutzt. Das Zeughaus und die Gnehmgaragen werden für die Schaffhauser Polizei sowie zusätzliche Verwaltungsflächen vorgesehen.
Zwischenzeitliche Lösung
Für die Zeit der Umsetzung, voraussichtlich von 2027 bis Mitte 2029, ist eine Auslagerung der Verwaltung in das Gebäude Herfeld vorgesehen.
Mit diesem Projekt wird nicht nur die Verwaltung von Stein am Rhein zukunftssicher aufgestellt, sondern auch das kulturelle Erbe der Stadt bewahrt und nachhaltig gesichert.

Beilagen
Vorlage Einwohnerrat - Orientierungsvorlage «Sanierung Rathaus, Haus zum Steinbock und Zeughaus»
Vorlage Einwohnerrat - Nachtragskredit zur Erstellung Vorprojekt «Sanierung Rathaus, Haus zum Steinbock und Zeughaus»